Aktuelle Informationen im Bereich Managementsysteme

Verabschiedung der EnSTransV

Seit dem 01. Juni 2016 ist die Energiesteuer- und Stromsteuer-Transparenzverordnung gültig. Ziel ist, staatliche Beihilfen in der EU in einer Online-Datenbank zu veröffentlichen.

Ab dem 01.07.2016 unterliegen daher alle Steuerbegünstigungen, die als staatliche Beihilfen gelten, einer Anzeigepflicht. Alle Unternehmen, die Steuerbegünstigungen im Bereich Energie und Strom in Anspruch nehmen, müssen diese bis zum 30.06.2017 beim zuständigen Hauptzollamt melden. Zu den Steuerbegünstigungen zählen Steuerbefreiungen, - Ermäßigungen und –Entlastungen. Unter das Gesetz fällt unter anderem auch die Entlastung im Rahmen des Spitzensteuerausgleichs.

Es besteht die Möglichkeit einer Befreiung von der Anzeige-und Erklärungsfrist für eine Dauer von drei Jahren, allerdings muss der Antrag ebenfalls bis zum 30.06.2017 eingereicht werden. Voraussetzung ist, dass die Höhe der Steuerbegünstigungen in den letzten 3 Jahren je 150.000€ nicht überschritten hat.

Den genauen Gesetzestext finden Sie hier.

 (06.03.2017)

Verfahrensvereinfachungen für die Durchführung von Vor-Ort-Prüfungen bei der Überprüfung der Voraussetzungen für die Nachweisprüfung eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz durch KMUs (gem. § 4 Abs. 3 S.8)

Von der Verfahrensvereinfachung im Bereich der Managementsysteme können nun auch KMUs bei der Nachweisprüfung eines alternativen Systems profitieren. Dabei werden folgende Fälle unterschieden:

• Ein-Standort-Unternehmen

Die Prüfung der Voraussetzungen für die Nachweisführung muss nun nur noch 2-jährig vor Ort erfolgen. Im Jahr dazwischen ist eine rein dokumentenbasierte Prüfung ohne vor-Ort-Begehung ausreichend.

• Unternehmen mit mehreren Standorten

Entsprechend der bestehenden Regelungen im Bereich der Energiemanagementsysteme kann sich ein Unternehmen zwischen den Möglichkeiten entscheiden, entweder eine Kontrolle nach der Multi-Site-Regelung durchzuführen (Jährliche vor-Ort-Kontrolle der Zentrale + Stichprobenkontrollen der Standorte) oder eine Verlängerung des Vor-Ort-Prüfintervalls (1. Antragsjahr: Vollprüfung vor Ort- inkl. aller Standorte, 2. Antragsjahr: Dokumentenprüfung ausreichend, 3. Antragsjahr: Vor-Ort Prüfung der Zentrale und einem Teil der Standorte).

Die ausführliche Meldung der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) finden Sie hier.

 (06.03.2017)

Neue Version der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 veröffentlicht

Ab dem 15.09.2015 ersetzt die Version DIN EN ISO 9001:2015 der Qualitätsmanagementnorm die Version DIN EN ISO 9001:2008. Die Übergangsphase endet am 15.09.2018. Bis dahin müssen Unternehmen ihr Qualitätsmanagementsystem an die neuen Anforderungen anpassen. Bereits vergebene Zertifikate bleiben bis maximal zum Ende der Übergangsphase gültig.

Die offizielle Bekanntmachung zur neuen Norm finden Sie hier.

(06.03.2017)

Neue Version der Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 veröffentlicht

Ab dem 15.09.2015 ersetzt die Version DIN EN ISO 14001:2015 der Umweltmanagementnorm  die Version DIN EN ISO 14001:2004 + Corr 1:2009. Die Übergangsphase endet am 14.09.2018. Bis dahin müssen Unternehmen ihr Umweltmanagementsystem an die neuen Anforderungen anpassen. Bereits vergebene Zertifikate bleiben bis maximal zum Ende der Übergangsphase gültig.

Die Version 14001:2015 wurde inhaltlich weiterentwickelt, um viele neue Gesichtspunkte ergänzt und verlangt teilweise neue Bewertungssysteme.

Neuerungen in der neuen Version sind zum Beispiel:

  • Steigende Verantwortung der obersten Leitung
  • Intensivere Betrachtung von Risiken und Chancen
  • Lebenswegbetrachtung von Produkten und Dienstleistungen
  • Stärkerer Fokus auf der Umweltleistung des Unternehmens

Quelle: DIN EN ISO 14001

(06.03.2017)

CSR (Corporate Social Responsibility) - Beitragspflicht ab 06.12.2016

Ab Ende des Jahres 2016 müssen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, Umsatzerlösen von über 40. Mio. Euro oder Bilanzsummen von über 20 Mio. Euro im Rahmen der EU Richtlinie 2014/95/EU Auskunft über folgende Themen geben:

Konzepte in Bezug auf die Aspekte Umwelt, soziale und Arbeitnehmerbelange, Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Diversität in den Leitungs- und Kontrollorganen.

KMUs sind in der Regel nicht von der Beitragspflicht betroffen. Durch Lieferantenbeziehungen zu großen Unternehmen kann die Richtlinie aber auch für KMUs relevant werden.

Ein Umweltmanagementsystem kann bei der Umsetzung der Richtlinie im Bereich Umwelt hilfreich sein.

 (06.03.2017)

1. Neue Anforderungen im Bereich Stromsteuer / Energiesteuer für das Jahr 2015

Für die Erstellung des Zollformulars 1449 zur Beantragung der Stromsteuer- / Energiesteuerrückerstattung sind für das Jahr 2015 folgende Punkte zu berücksichtigen:

a) KMU – Betrieb eines alternativen Systems gemäß SpaEfV

wie bereits für das Jahr 2014:

  • Schriftliche oder elektronische Verpflichtungserklärung der Geschäftsführung, ein Alternatives System einzuführen und zu betreiben
  • Schriftliche Ernennung eines Energie-Beauftragten mit Rechten und Pflichten
  • Vollständigkeitserklärung des rechtlichen Vertreters des Unternehmens (lt. Eintrag Handelsregister), dass alle Energieträger, -einsätze und Standorte vollständig für das abgeschlossene Bezugsjahr erfasst wurden
  • Vollständige Erfassung und Analyse eingesetzter Energieträger (Anlage 2, Tabelle 1 der SpaEfV)
  • Erfassung und Analyse von Energie verbrauchenden Anlagen und Geräten (Anlage 2, Tabelle 2 der SpaEfV)

neu im Jahr 2015:

  • Identifizierung und Bewertung von Energieeinsparpotenzialen (Anlage 2, Tabelle 3 der SpaEfV):
    • Identifizierung der Einsparpotenziale (wie z.B. die energetische Optimierung der Anlagen und Systeme sowie der Effizienzsteigerung einzelner Geräte)
    • Bewertung der Potenziale zur Verminderung des Energieverbrauchs anhand wirtschaftlicher Kriterien (wie z.B. Ermittlung der Bereiche des Unternehmens, in denen Energie eingespart werden kann; Kostenaufstellungen; Übersichten zu technischen Nutzungszeiten)
    • Ermittlung der energetischen Einsparpotenziale in Energieeinheiten (z.B. in kWh bzw. Liter) und monetären Größen sowie Aufstellung der Aufwendungen für Einsparmaßnahmen, z.B. für Investitionen
    • Bewertung der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen anhand geeigneter Methoden zur Investitionsbeurteilung wie interner Verzinsung (Rentabilität) und Amortisationszeit (Risiko)
  • Rückkopplung zur Geschäftsführung und Entscheidung über den Umgang mit den Ergebnissen:
    • Einmal jährlich hat sich die Geschäftsführung über die Ergebnisse der Nummern 1-3 der Anlage 2 der SpaEfV zu informieren und auf dieser Grundlage entsprechende Beschlüsse über Maßnahmen und Termine zu fassen.

 

b) Kein KMU – Zertifizierung gem. DIN EN ISO 50001

  • Die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 50001 muss bis zum 31.12.2015 vollständig abgeschlossen sein; ein gültiges Zertifikat muss vorliegen

 

 

2. Änderung Energiedienstleistungsgesetz

Einführung einer Pflicht zur Durchführung von Energieaudits gemäß EN 16247-1 für Nicht-KMU des produzierenden und sonstigen Gewerbes bis zum 05.12.2015, danach alle 4 Jahre. Von dieser Pflicht können sich Unternehmen nur befreien, wenn sie nachweisen, dass ein Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem gemäß EMAS betrieben wird.

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder eine Auditierung anstreben, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

 

Telefonisch erreichen Sie uns unter der Nummer 08139 / 8027-60 oder senden Sie eine E-Mail an info@qal-umwelt.de.